erfrischend … interessant … abwechslungsreich …cool … unterhaltsam … kreativ … witzig … berührend … beeindruckend …

So enthusiastisch beschreiben die Schülerinnen und Schüler der 7. bzw. 9. Klasse der Joseph-Beuys-Gesamtschule die Poesiepause. Sie wünschen sich, dass die Künstlerinnen und Künstler „auf jeden Fall weitermachen. Vielleicht ein bisschen länger“, denn alle sind gut. Aber Aylin ist „die Beste“, weil sie „besser rappen kann als Nicki Minaj“.

Der Unterricht nach Plan pausiert und poetische Texte aller Art werden von Profis präsentiert. Die Wortkünstlerinnen und Wortkünstler treffen auf ein sehr aufgeschlossenes, überraschend aufmerksames jugendliches Publikum.

Die Poesiepause wurde von Käthe Lorenz und Christine Brinkmann in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen der Joseph-Beuys-Gesamtschule im Schuljahr 2015/2016 als Pilotprojekt an der Joseph-Beuys-Gesamtschule entwickelt und verwirklicht. Sie (die Poesiepause) hat sich als sehr erfolgreiches Format zur Vermittlung von Wortkunst erwiesen.

Die Poesiepause ist eine mit den Lehrkräften abgesprochene ritualisierte Unterbrechung einer regulären Unterrichtsstunde. Sprachkünstlerinnen und Sprachkünstler aller Art (Dichter, Poetryslammer, Autoren, Kabarettisten, Schauspieler u.a.) „stören“ den Unterricht zu Beginn oder zum Ende der Unterrichtsstunde für 10 Minuten. Die Künstlerinnen oder Künstler betreten den Unterrichtsraum, tragen ausgesuchte Texte vor und verlassen den Unterricht (oft kommentarlos!). Dann haben die Schülerinnen und Schüler fünf Minuten Zeit eigene Gedanken, Skizzen, Ideen in ihrem persönlichem „Poesiebuch“, welches von niemanden eingesehen werden darf, festzuhalten.

Alle beteiligten Schülerinnen und Schüler haben es als besondere Bereicherung empfunden, in an- und abschließenden Workshops eigene Texte zu produzieren und an der Präsentation zu feilen. So werden Kunst und Kultur zum sinnstiftenden Erlebnis mit nachhaltiger Wirkung.